Firmung

Firmweg 17+

Im Pastroalraum der Luzerner Seepfarreien startete 2017 der Firmweg 17+.
17+ heisst es einfach, weil nach oben keine Grenze festgelegt ist. Jedes Firmalter legt jeweils nur die Altersuntergrenze fest.
Will jemand mit 18, 19, 20 Jahren, oder auch noch später, gefirmt werden, kann er sich jederzeit anmelden.

Inzwischen ist an vielen Orten der Firmweg 17+ (oder an einigen Orten auch 18+) die Regel geworden. Eine der Fragen, die ab und zu gestellt werden, ist die folgende:

Warum wird das Firmalter erhöht?
Was soll daran gut sein?

1. Das Reife-Argument
Bisher war es üblich, die jungen Menschen in der fünften oder sechsten Klasse zu firmen. Die Erfahrungen damit sind durchzogen. Einerseits kann man dadurch bis an die 100% für die Firmung gewinnen. Anderseits wissen viele nicht, worauf sie sich eigentlich einlassen, wenn sie dabei ihr Ja zur persönlichen Taufe sagen. Mit 18 sind die jungen Menschen bewusstseinsmässig deutlich weiter.

2. Das entwicklungspsychologische Argument
Wenn ein junger Mensch weder Ministrant/Ministrantin ist, noch in einer Kinderjugendorganisation (Jungwacht/Blauring/Pfadi) mitmacht, dann wird er nach der Schulzeit nie mehr kirchlich angesprochen. An der Schwelle zum Erwachsensein wird er nun durch den Firmweg 17+ abgeholt und mit lebensrelevanten Fragen konfrontiert, die er sonst womöglich einfach verpasst.

3. Das christliche Sozialisationsargument
Zudem denke ich, dass gerade in einer Zeit, in der sich der Islam auch in unserem Land immer deutlicher zeigt und darstellt, das Christentum sein Profil, auch gerade gegenüber jungen Menschen, deutlicher machen sollte. Dies ist in einem Firmweg, der für die Jugendlichen vom Herbst bis zum folgenden Herbst dauert, bestimmt möglich.

Und wie sieht der Firmweg 17+ nun bei uns konkret aus?

Sämtliche Termine und Informationen finden Sie in den Dokumenten in der rechten Spalte.

Herzliche Grüsse

Michael Brauchart, Pastoralraumleiter