Firmung

Start Firmweg 18+

Im Pastoralraum der Luzerner Seepfarreien startet im Jahr 2017 der Firmweg 18+. Vor einigen Jahren hatte der Pastoralraumleiter Peter-Josef Bomholt die Idee lanciert, dass in Zukunft auch bei uns die jungen Menschen erst mit 18 gefirmt werden. 18+ heisst es einfach, weil nach oben keine Grenze festgelegt ist. Jedes Firmalter legt jeweils nur die Altersuntergrenze fest. Will jemand mit 19, 20 Jahren, oder auch noch später, gefirmt werden, kann er dies jederzeit anmelden.

Inzwischen ist an vielen Orten der Firmweg 18+ (oder an einigen Orten auch 17+) die Regel geworden. Eine der Fragen, die ab und zu gestellt werden, ist die folgende:

"Warum wird das Firmalter erhöht?
Was soll daran gut sein?

1. Das Reife-Argument
Bisher war es üblich, die jungen Menschen in der fünften oder sechsten Klasse zu firmen. Die Erfahrungen damit sind durchzogen. Einerseits kann man dadurch bis an die 100% für die Firmung gewinnen. Andererseits wissen viele nicht, worauf sie sich eigentlich einlassen, wenn sie dabei ihr "Ja" zur persönlichen Taufe sagen. Mit 18 sind die jungen Menschen bewusstseinsmässig deutlich weiter.

2. Das entwicklungspsychologische Argument
Wenn ein junger Mensch weder Ministrant/Ministrantin ist, noch in einer Kinderjugendorganisation (Jungwacht/Blauring/Pfadi) mitmacht, dann wird er nach der Schulzeit nie mehr kirchlich angesprochen. An der Schwelle zum Erwachsensein wird er nun durch den Firmweg 18+ abgeholt und mit lebensrelevanten Fragen konfrontiert, die er sonst womöglich einfach verpasst.

3. Das christliche Sozialisationsargument
Zudem denke ich, dass gerade in einer Zeit, in der sich der Islam auch in unserem Land immer deutlicher zeigt und darstellt, das Christentum sein Profil, auch gerade gegenüber jungen Menschen, deutlicher machen sollte. Dies ist in einem Firmweg, der für die Jugendlichen nun vom Herbst 2017 bis zum Herbst 2018 dauert, bestimmt möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Herzliche Grüsse

Stefan O. Hochstrasser, Diakon